Beauty-Treatments für Männer – nur ein Trend?

Mann mit Creme

Zufriedenheit fängt ganz oft mit dem eigenen Körper an. Wer sich also in seiner Haut nicht wohlfühlt und wer bestimmte Körperzonen am liebsten vor allen Mitmenschen verstecken möchte, führt nachgewiesernermaßen ein unzufriedenes Leben. Das gilt immer häufiger auch für Männer: Die medizinische Schönheitsbranche hat deshalb längst reagiert und bietet auf den Mann zugeschnittenen Behandlungen an.

Empirische Erhebungen zeigen, dass bereits jeder sechste Patient einer Schönheits-OP männlich ist. Interessant ist, dass sich Männer im Durchschnitt sogar früher zu einer ästhetischen Behandlung entscheiden, als Frauen. Zahlen aus dem Jahr 2012 besagen, dass Frauen im Schnitt etwa 41 Jahre alt sind, wenn sie sich für einer Schönheits-OP entscheiden. Bei Männern liegt dieses Alter ungefähr bei 39 Jahren. Sie legen ihr Aussehen also statistisch gesehen zwei Jahre früher in die Hände von Experten.

Männer und Schönheit: Den eigenen Körper lieben lernen

Lange wurde in der öffentlichen Wahrnehmung keine Verknüpfung zwischen den Begriffen Schönheit und Männern hergestellt, doch diese Zeiten sind vorbei. Auch Männer haben längst die Möglichkeit, mit einem ästhetischen Eingriff die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper zu verbessern. Oftmals geht es ihnen dabei um die Haare, die entweder vermehrt oder verringert werden sollen. Während an manchen Stellen störende Haare  entfernt werden, gehören Transplantationen ebenfalls zum üblichen Angebot. Spätestens seit dem öffentlichen Geständnis von Fußball-Trainer Jürgen Klopp, der sich Haare vom Hinterkopf auf die Stirn transplantieren ließ, um damit seinen natürlichen Haarausfall zu bekämpfen, sind Haartransplantationen einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Statistisch gesehen machen sie nur einen geringen Teil dessen aus, was Männer für die eigene Schönheit tun: öfter lassen sie sich störende Fettpolster, beispielsweise durch eine Fettabsaugung, Laserbehandlung oder „Vereisung“, entfernen. In Sachen Fettreduktion, egal an welchen Körperstellen, stehen Männer den Frauen in ihren Ansprüchen oft in nichts nach. Bei zunehmender Anzahl nicht-operativer Verfahren kann ein operativer Eingriff  dabei sogar häufig vermieden werden.

Bemerkenswert: Männer verfolgen grundsätzlich nicht dieselben Ideale wie weibliche Patientinnen. Im Gegenteil, das Aussehen soll in der Regel maskulin und männlich bleiben und eine Verweiblichung vermieden werden.

Behandlungen – so vielfältig wie die Kundenwünsche

Zu den häufigsten Treatments im Bereich des Gesichts gehören die Faltenbehandlung mit Botulinum und Hyaluronfillern. Klassisch eingesetzt mildert Botulinum beispielsweise unschöne Falten im Stirnbereich ab. Hyaluron-Filler werden zur Unterspritzung einzelner Falten verwendet, aber auch um verloren gegangenes Volumen wiederherzustellen oder um das Hautbild flächig durch eine verbesserte Feuchtigkeitsversorgung zu optimieren.

Ein neuer Trend in der ästhetischen Medizin ist das Fadenlifting, bei dem – ohne Operation – durch Einbringen selbstauflösender Fäden – eine Straffung erschlaffter Hautbereiche erzielt werden kann.

Die männliche Schönheit kann also auch mit vergleichsweise kleinen Eingriffen optimiert werden, Beauty-Eingriffe müssen längst keine aufwendigen Operationen mehr sein. Auch Behandlungen, die durch Stars und Sternchen wie Kim Kardashian bekannt geworden sind, wie beispielsweise das Micro-Needling finden zunehmend bei Männern Anklang. Es beeinflusst Falten und Narben im Gesicht oder am Körper positiv: durch kleinste Mikroverletzungen werden die Selbsterneuerungskräfte der Haut angeregt.  In Sachen Beauty heißt das quasi Hilfe zur Selbsthilfe.

Unschöne Augenringe sind bei Männern nicht weniger unbeliebt als bei den Damen: sie lassen sich mit einer PRP-Behandlung, also mit speziell aufbereitetem, eigenem Blutplasma, oder per Carboxytherapie verringern. 

Insbesondere Männer haben oft Angst davor, dass man ihnen eine ästhetische Behandlung hinterher zu offensichtlich ansieht, weshalb die oberste Priorität im Erhalt eines natürlichen Aussehens liegt. Niemand möchte „gemacht“ oder womöglich „aufgespritzt“ aussehen, gegen ein dynamisches und frisches Aussehen anstelle eines müden und abgekämpft wirkenden Erscheinungsbildes hat aber wohl niemand etwas.

 

Bildquelle: © goodluz / Fotolia #99269807

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